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Türkisch Angora

Rassebeschreibung der
Türkisch Angora
Auszug aus dem Buch Halblanghaarkatzen von Ursula Birr
Die ersten Abbildungen von Katzen mit längerem Haar (aus dem Gebiet des heutigen
Iran-Irak-Armenien und der Türkei) zeigen Tiere, die durchaus den heutigen
Angoras gleichen.
Daß die heutigen Perserkatzen stämmiger und langfelliger als die Angoras, liegt
an gezielter Zucht. Daß sie den Angoras den Rang abliefen, ist nur logisch:
Zu Beginn der Rassezucht suchte man nach spektakulären Unterschieden. So
verschwanden die Angoras bis Mitte des Jahrhunderts vollständig aus den
Katzenzuchtkreisen.
In der Türkei, wo die weiße Angora einen hohen Stellenwert besaß (angeblich soll
der Gründer der türkischen Repuplik, Kemal Atatürk, in Gestalt einer weißen
Katze mit verschiedenfarbigen Augen wiedergeboren werden), bemerkte man den
Rückgang der Orientaltürkeikatzen noch rechtzeitig und brachte einige Findlinge
in den Zoo von Ankara, wo - bis heute - weiße Angoras gehalten und gezüchtet
werden. Erst 1954 exportierten mit Erlaubnis der Regierung einige Amerikaner
weiße Angoras in die USA und starteten die Zucht. Die aus ihr entstandenen
Katzen sowie Importtiere aus der Türkei bildeten den Stamm der europäischen
Angorazucht.
Die Türkisch Angora ist aber bis heute eine der raren Rassen, die zwar
einen festen Liebhaberkreis hat, aber eher selten gehalten wird.
Der Kopf ist klein bis mittelgroß und keilförmig, mit mittellanger Nase, die
konkav geneigt ist und keinen Stop zeigt.
Die Kinnspitze bildet eine senkrechte Lienie zum sanft gerundeten Kinn hin, die
Kiefer laufen spitz zu.
Die langen spitzen Ohren sind am Ansatz breit, gut behaart und tragen Büschel,
sie sitzen hoch und aufrecht am Kopf.
Die großen, mandelförmigen Augen sind leicht schräg nach oben gestellt und
können alle Farben haben.
Der mittellange, schlanke und anmutige Nacken mündet in einen gut
proportionierten geschmeidigen Körper mit feinem Knochenbau.
Der Rumpf ist hinten etwas höher als vorn.
Die Beine sind lang, die hinteren läner als die vorderen, die Pfoten sind klein,
rund und zierlich und haben Haarbüschel zwischen den Zehen.
Der lange, spitz zulaufende Schwanz ist breit am Ansatz und schmal am Ende, er
ist gut behaart.
Er wird niederer als der Körper getragen und, wenn die Katze sich bewegt,
waagrecht über dem Körper gebogen, so daß er manchmal fast den Kopf berührt.
Das Fell ist am Körper mittellang, an der Halskrause lang. Die Haare sind sehr
fein, glänzen seidig und fließen glatt, am Bauch wellig.
Das Fell hat keine Unterwolle. Wie bei Maine Coon und Norwegischer Waldkatze
sind alle Farben erlaubt, doch finden sich bis heute die Türkisch Angora
meistens in Weiß mit blauen, orangen oder (odd-eyed = ein Auge ist orange, eines
ist blau).
Wichtig ist; Weil bei weißen Katzen manchmal Taubheit vorkommt, darf heute noch
mit weißen Katzen nur gezüchtet werden, wenn ihr Hörvermögen tierärztlich
bestätigt wurde.
Kennzeichnent für die Türkin sind ihre Sensibilität und das Temperament.
Aufgrund ihrer Bewegungsfreudigkeit braucht sie viel Platz zum Turnen, Klettern,
Springen und Spielen.
Diese Katze ist sehr bodenständig, das heißt, dort, wo sie aufwächst, will sie
auch bleiben. Besitzerwechsel verträgt sie kaum.
Sie ist eine plapperfreudige Katze, die zwar keine sehr laute Stimme hat, deren
Miauen aber den Alltag begleitet. Und sie ist eine gesellige Katze, die "bei
Fuß" geht, den Wachhund ersetzt und entschiedenen Familiensinn entwickelt.
Das Fell, dem die Unterwolle fehlt, ist äußerst pfelgeleicht.
Die Halskrause entwickelt sich meistens erst nach dem ersten Geburtstag und
zeigt deutliche Sommer - Winter Unterschiede.
Ein Tip;
Die Türkisch Angora kann - frühzeitig an die Leine gewöhnt - auch ohne Probleme
mit in den Urlaub genommen werden.
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Maine Coon

Die Maine Coon gehört zu der größten Hauskatzenrasse die es gibt.
Sie hat sich an der Ostküste in Nordamerika auf natürliche Weise entwickelt.
Dem dortigen rauhen Klima mit heißen Sommern und kalten Wintern ist sie
optimal mit einem leicht ölig wirkenden, wasserabweisenden Deckhaar und gut
wärmender Unterwolle angepaßt.
Die ursprüngliche Maine Coon ist eine Tabby-Katze in Braun und Schwarz. Mit
dieser Zeichnung war sie optimal in den ausgedehnten Waldgebieten von Maine
getarnt. Heute gibt es sie in den Farben Weiß, schwarz, silber, cot, creme,
blau, schildpatt, tabby, smoke und auch Kombinationen außer Siam, Burma oder
auch anderen Maskenzeichnugen.
Sie
hat den Namen vom Waschbären, die Treue vom Hund, die Robustheit der
Amerikanischen Trapper und ist doch durch und durch eine Katze:
Ein Prachtstück, mit stattlichem, kantigem und kräftigem Äußeren, hinter dem
sich eine unerwartet liebevolle Seele, eine Spielernatur und eine Herrscherin
mit sanfter Kralle verbirgt.
Amerika´s einheimische Katzenrasse Nummer 1 ist die Maine
Coon. Ihr Ursprung ist ungewiß -
wie bei allen sogenannten "natürlichen" Katzenrassen und es existieren mehrere
Geschichten über ihre Herkunft. Eine davon macht sie zum Kreuzungsprodukt
zwischen einer kurzhaarigen Hauskatze und einem Waschbären
....selbstverständlich genetisch völlig unmöglich!
Eine weitere sehr romantische Version erzählt von einemSeefahrer namens Kapitän
Samuel (oder Stephen) Clough, einen der Hauptverantwortlichen an der
Verschwörung, Königin Marie Antoinette aus Frankreich herauszuschmuggeln und
nach Wiscasset in Maine zu bringen.
Der Beweis, daß dies nicht gelungen sein kann ist Geschichte. Kapitän Clough hat
aber andererseits einige der Besitztümer der Königin nach Maine gebracht,
darunter auch sechs Langhaar-Katzen,die er als Haustiere hielt und die so Teil
des Grundstockes der Maine Coon-Zucht wurden.
Eine andere Geschichte und ein anderer Kapitän, nun "Coon" genannt, soll während
der Kolonialzeit Perser- und Angora-Katzen an verschiedene Häfen der Küste
Neu-Englands gebracht haben. Die dort geborenen langhaarigen Kätzchen nannte man
"Coon´s Katzen".
Dann gibt es noch die Version, daß die Vorfahren der Maine-Coon, Norwegische
Waldkatzen gewesen sein, die mit den Wikingern nach Neu-England kamen. Die
Russen brachten Langhaarkatzen und die französischen Händler Hauskatzen von den
Pyrenäen - sie alle zusammen ergaben die Maine-Coon.
So hübsch diese Geschichten auch sind, viel wahrscheinlicher ist, daß die
Maine-Coon aus Kreuzung vieler verschiedener Typen von Langhaarkatzen
hervorging, die Seefahrer mitgebracht haben. Die Maine Coon ist der Beweis für
das Überleben der Stärksten.
Es überlebten die Katzen, die das beste Fell für das rauhe Klima von Maine
hatten und die am besten unter den Nagetieren auf den Farmen aufräumen konnten.
So ist allmählich die Maine Coon von der Natur selbst geschaffen worden.
Ein Blick auf die Ausstellungen
im 19. Jhdt zeigt, daß die Rasse damals schon sehr beliebt war.
1878 gewann eine schwarz-weiße Maine Coon die Best-in-Show im Madison Square
Garden.
Doch dann geriet die Rasse in Vergessenheit, bis sie in den fünfziger Jahren als
ausgestorben galt. Natürlich entsprach dies nicht der Wahrheit. Eine kleine
Gruppe Maine Coon Züchter gründete 1968 die Maine Coon Breeders and Fanciers
Association und nach harter Arbeit wurde die Rasse schließlich in allen großen
Katzenzuchtverbänden wieder anerkannt. Seit dem nimmt ihre Beliebtheit ständig
zu.
Eine Maine Coon ist eine große Katze, die sich bis zum 4. Lebensjahr entwickelt.
Sie soll vor allem Kraft und Harmonie ausstrahlen und ein freundliches und
gütiges Wesen haben. Die Stimme ist sehr leise.
Das Fell ist unterschiedlich lang, am längsten am
Bauch, den Hosen, am langem Schwanz und am, im Winter üppigen, Kragen. Das Fell
macht einen leicht zottigen Eindruck, obwohl es von seidiger Struktur ist.
Es filzt außer im Fellwechsel nicht.
Die Ohren sollen groß und hoch angesetzt sein und möglichst kleine Luchspinsel
tragen. Die Beine sollen lang und kräftig sein, die Pfoten groß, rund und mit
Schneeschuh-Büscheln an der Unterseite versehen. Der Kopf ist mittellang und die
Schnauze wirkt aus jedem Blickwinkel viereckig. Die Wangenknochen sind hoch und
gut entwickelt. Die Nase ist leicht konkav hat aber keinen Stop. Die Augen sind
groß, offen und leicht schräg gestellt mit eulenhaftem Ausdruck. Alle
Augenfarben und fast alle Fellfarben sind anerkannt.
Alle Merkmale einer Maine Coon müssen in Harmonie zu einander stehen.
Übertriebene Merkmale wie riesige Fledermausohren oder zu hohe Beine sind
Fehler. Nur bei Jungtieren dürfen die Proportionen übertrieben erscheinen, sie
rücken mit fortschreitendem Wachstum an den richtigen Platz.
Die Maine Coon darf ihre typischen Eigenschaften nicht durch Extremzucht
verlieren, sie muß eine großrahmige, kräftige, robuste und freundliche Katze bleiben, denn dafür
lieben sie ihre Fans.
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